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title: "Ledger und CryptoBilis: Was Sie wissen müssen"
description: Ledger-Wallets des Händlers CryptoBilis wurden manipuliert. Lesen Sie, was passiert ist, wer betroffen sein kann und was Sie jetzt tun können.
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# [Ledger und CryptoBilis: Was Sie wissen müssen](https://start.btcdirect.eu/de/blog/ledger-und-cryptobilis-was-sie-wissen-muessen)

 Geschrieben von [Michiel Brunet de Rochebrune](https://start.btcdirect.eu/de/blog/author/michiel-brunet-de-rochebrune) | 13.10.2026, 10:28:11

Am 9. Oktober wurden Berichte über gestohlene Kryptowährungen bei Nutzern bekannt, die ihre Ledger-Hardware-Wallet bei **CryptoBilis** gekauft hatten, einem offiziellen Wiederverkäufer aus Malaysia. Ledger hat inzwischen eine physische Manipulation an mindestens einem betroffenen Gerät bestätigt. Die Untersuchung zu Ursache und Ausmaß läuft noch.

## **1. Was ist passiert?**

- **9. Oktober:** Ledger leitet eine Untersuchung der gemeldeten Diebstähle ein und fordert CryptoBilis auf, Verkauf und Versand von Ledger-Geräten zu stoppen.
- **10. Oktober:** Ledger bestätigt, dass im Gerät eines betroffenen Nutzers ein nicht autorisiertes Hardware-Implantat gefunden wurde.
- **11. Oktober:** Ledger meldet, dass alle bis dahin bestätigten Fälle des Diebstahlvorfalls vom 9. Oktober Geräte betreffen, die über CryptoBilis verkauft wurden. Laut Ledger sind die eigenen Systeme und direkten Vertriebskanäle nicht betroffen. CryptoBilis hat den Verkauf aller Hardware-Wallets inzwischen eingestellt.

## **2. Wie kann zusätzliche Hardware Kryptowährungen gefährden?**

Forscher, unter anderem von Tibane Labs, haben manipulierte Ledger Nano X-Geräte untersucht. Die zusätzliche Elektronik (Spyware) liest die Wiederherstellungsphrase mit, wenn sie bei der Einrichtung auf dem Bildschirm erscheint, und kann sie über eine Mobilfunkverbindung weiterleiten.

[Ledger Donjon](https://x.com/Ledger/status/2109896739985453358), das Sicherheitsforschungsteam von Ledger, hat inzwischen bestätigt, dass das in einem Gerät von CryptoBilis gefundene Implantat ebenfalls auf diese Weise funktioniert.

Wer die Wiederherstellungsphrase hat, kann die Wallet auf einem anderen Gerät wiederherstellen und die Kryptowährungen verschieben. Das ursprüngliche Gerät wird dafür nicht benötigt. Die Wörter danach sicher auf Papier aufzubewahren, macht diese frühere Offenlegung nicht ungeschehen.

Ein verändertes Gerät kann außerdem die Echtheitsprüfung von Ledger bestehen. Diese prüft den Sicherheitschip, kann zusätzliche Spyware aber übersehen.

Die von Tibane untersuchten Geräte stammten von japanischen Marktplätzen, nicht von CryptoBilis. Die Untersuchung zeigt, wie solche Implantate funktionieren, beweist aber nicht, dass alle CryptoBilis-Diebstähle auf dieselbe Weise ausgeführt wurden.

## **3. Wie groß ist der Vorfall?**

Das Blockchain-Analyseunternehmen Bitquery schätzt die gestohlenen Guthaben in seinem Update vom 11. Oktober auf **93,2 Millionen US-Dollar aus 315 Wallets**, verteilt auf sechs Blockchains. Ledger hat diese Summe nicht bestätigt. Die Anzahl der Wallets entspricht außerdem nicht der Anzahl der betroffenen Personen oder Geräte.

Bei den bisher veröffentlichten Hardware-Untersuchungen scheint es vor allem um den **Ledger Nano X** zu gehen. Welche Modelle im gesamten Vorfall betroffen sind und wie viele Geräte verändert wurden, ist noch unbekannt.

## **4. Was hat es mit der Übernahme von CryptoBilis auf sich?**

Laut den ehemaligen Gründern wurde CryptoBilis Anfang dieses Jahres übernommen, und sie haben den Geschäftsbetrieb im März übergeben. Mitgründer Arravind Prabu sagt, dass eine vertragliche Geheimhaltung sie daran gehindert habe, die Übernahme vor dem 19. Oktober öffentlich bekannt zu geben.

Diese Übernahme und die Geheimhaltung nähren den Verdacht, dass der Wiederverkäufer gezielt übernommen wurde, um veränderte Geräte zu verbreiten. Es gibt jedoch keinen gesicherten Beweis dafür, dass der neue Eigentümer die Manipulation organisiert hat. Ein Missbrauch des Rückgabeprozesses, bei dem Betrüger veränderte Geräte zurückschicken, die dann erneut verkauft werden, ist ebenfalls eine mögliche Erklärung. Ledger betont, dass Wiederverkäufer zurückgegebene Produkte niemals erneut verkaufen dürfen.

## **5. Warum gibt es auch Meldungen aus anderen Ländern?**

Wegen dieses Falls prüfen Menschen weltweit ihr Ledger auf zusätzliche Hardware. Der X-Nutzer [@0xJohannes\_](https://x.com/0xJohannes_/status/2109634513957527974) behauptet, dass mehrere Ledger-Geräte, die er bei MediaMarkt in Deutschland gekauft hat, Spionage-Hardware enthielten. Nach seiner ersten Meldung sagt er, erneut ein Gerät mit solcher Hardware gekauft zu haben.

Ledger hat diese MediaMarkt-Meldung noch nicht bestätigt. Das Unternehmen untersucht auch Meldungen über Implantate in anderen Geräten und Ländern, hat bisher aber keinen Diebstahl bestätigt, der mit einem außerhalb von CryptoBilis gekauften Gerät zusammenhängt. Ob die anderen Meldungen mit dem CryptoBilis-Vorfall zusammenhängen, ist noch nicht geklärt.

## **6. Was können Sie tun?**

Haben Sie Ihr Ledger bei CryptoBilis gekauft? Ledger rät, ein unbenutztes Gerät nicht einzurichten. Wenn Sie es bereits nutzen, übertragen Sie Ihre Kryptowährungen auf ein neues Gerät, das direkt von Ledger stammt, mit einer **neu generierten Wiederherstellungsphrase**. Dieselbe Wiederherstellungsphrase erneut zu verwenden, beseitigt das Risiko nicht.

Wurden Ihre Guthaben gestohlen oder haben Sie ein manipuliertes Gerät? Wenden Sie sich an den Ledger Support und erstatten Sie Anzeige bei der örtlichen Polizei. Versenden Sie das Gerät erst nach Absprache mit dem Ledger Support oder der Polizei. Stimmen Sie sich bei gestohlenen Guthaben zuerst mit der Polizei ab, bevor Sie das Gerät öffnen.

Sie können Ihren Ledger Nano X selbst auf versteckte Spyware prüfen. Im folgenden Video zeigt unser Hardware-Spezialist Schritt für Schritt, wie das geht (klicken Sie auf das Bild):

<https://www.youtube.com/watch?v=0jEuBxvw630>

*\*Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Ledger-Geräte betroffen sind, die über Cryptomaan oder den BTC Direct Shop verkauft wurden.*

Wenden Sie sich im Zweifel über die offizielle Website an den Ledger Support. Teilen Sie Ihre Wiederherstellungsphrase niemals über eine Website, App, E-Mail oder einen Chat. Laut Ledger ruft das Unternehmen nie unaufgefordert an, schickt keine Privatnachrichten und fragt nie nach Ihrer Wiederherstellungsphrase.

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